Duke & Dukies

  1. Swing Gitan
  2. Some Of These Days
  3. Valse à Patrimonio
  4. Bossa Dorado
  5. The Sheik Of Araby (deutsche Bearbeitung von Duke & Dukies)
  6. Lulu Swing

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Duke & Dukies aus Hamburg spielen Swing in der Tradition Django Reinhardts, der diesen ersten definitiv europäischen Jazz Mitte der 30er Jahre zusammen mit dem Geiger Stéphane Grappelli in Paris zeugte und gebar. Wie viele andere Exponenten dieser praktisch aus sich selbst heraus lebensfähigen Jazz-Spielart haftet auch Duke & Dukies keinerlei museales Flair an. Ihr Gypsy-Swing ist zeitlos, puristisches Denken nicht angezeigt. Neben Genre-Klassikern finden sich ebenso ...

... selbstverständlich Spuren östlicher Folklore, ein gelegentlicher Bolero oder auch mal ein eindeutschter Tin-Pan-Alley-Hit wie „The Sheik of Araby“ im Programm der Combo.

Leadgitarrist und Bandgründer Tim Holzhäuser (Tischler, Volkswirt, Computerfachmann) liebt Swing, hasst Pop und benennt US-Bigbandleader Jimmy Dorsey (1904-57) und NL-Jazzgitarristen Jimmy Rosenberg (*1980) gleichauf als Idole. Die andere Leadgitarre, Benni Dau (studiert Musikwissenschaft), hat seine Erfahrungen auf der Straße, in Clubs und bei Jamsessions gesammelt. Zu seinen Kommilitonen zählt Dukies-Geiger Andreas Jacubczik, der nach jahrzehntelanger Arbeit als Orchester- und Kammermusiker den Swing für sich entdeckte. Lehrer Fridtjof Eschen, aufgewachsen in einem Musikerhaushalt unter dem Einfluss des Vaters, spielte Jazz auf unterschiedlichsten Instrumenten – Tin-Whistle, Blues-Harp, Alt- und Baritonsax –, bis er über den Leadgesang in verschiedenen Bands zur Rhythmusgitarre kam. Schließlich Kontrabass Heiko Martens, der als Sideman wie als Bandleader seit Langem in der Hamburger Musikszene zugange ist.

Duke & Dukies sind ambitioniert, ansteckend gut drauf, ausgesprochen gut eingespielt und lassen dabei Abgeklärtheit und Routine angenehm in die zweite Reihe treten. Treten Duke & Dukies auf, bleiben Alltag und Notwenigkeiten draußen. Nicht zuletzt beim Publikum.

Raum & Zeit

  • Salon Ninas Haircare
  • Lübeck, 12. Dezember 2013

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß