A Green Meadow a.k.a. Sönke Düwer

  1. Green 3
  2. Emily's Poem
  3. Oh so blue

Sönke Düwer ist jemand, den man einen umtriebigen Musiker nennen kann. Der gebürtige Hamburger, der als A Green Meadow im wolkenkuckucksheim sein Live-Debüt als Solo-Elektroniker gab, ist Komponist, Produzent, Labelbetreiber (Batterie) und Multiinstrumentalist mit Zentralorgan Schlagzeug. Düwer hat Musik für Werbung, Tierfilme und die Sesamstrasse geschrieben, in sozialen Projekten gearbeitet und Tracks für u.a. die US-amerikanische Spokenword-Ikone Ursula Rucker produziert. 2012 komponierte er die Filmmusik für den internationalen Dokumentarfilm „The Noise Of Cairo“ (Regie: Heiko Lange).

Als 13-jähriger „rattiger  Realschüler mit nix im Kopp als Schlagzeug spielen“ (Düwer) wird Sönke Drummer einer Rockband, entdeckt Funk und Jazz und beginnt schon als 16-Jähriger zu unterrichten. Er tut dies bis heute – 2008 gründet Düwer die Schlagzeugschule Rahlstedt und arbeitet derzeit an einem Schlagzeug-Lehrbuch mit alternativem Konzept (Stand September 2012) .

Düwer selbst hat Popularmusik und Jazz in Hamburg und Berlin bei Koryphäen wie David Friedman (Vibrafon) und Jerry Granelli (Schlagzeug) studiert,  Workshops mit Drummer Peter Erskine (u.a. Weather Report), Bassmann Anthony Cox (Sam Rivers, John Scofield u.a.) und Ausnahmepianist Richie Beirach absolviert und war Mitglied im großen Ensemble des großen Alexander von Schlippenbach.

Ab 1991 in reger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Mojo Club, tritt Düwer als Solodrummer plus DJ mit Improvisationsprogramm und in verschiedenen Formationen auf. Mit der Band Welcome To The Maze gewinnt er '94 den Berliner Senatswettbewerb, mit Groove Galaxi – im Kern ein Trio aus Düwer, dem Lübecker Saxofonisten Stefan Kuchel und Keyboarder Markus Kuczewski – spielt er mehr als 200 Konzerte, teilt bei internationalen Festivals mit Größen wie Pat Metheny, Bugge Wesseltoft und Defunkt die Bühne. Jazz-Fusion, irgendwo zwischen Dancefloor und Holodeck.

Kernformation in Düwers Bandkosmos ist seit einigen Jahren das Ensemble Du Verre (inkl. Seitenprojekt Energie Du Verre). Eine lose Formation mit u.a. Claas Ueberschär (Trompete), Arne Jansen (Gitarre), Penrose Feast (Saxofon), Block Barley (scratches) und diversen VokalistInnen wie Torun Eriksen oder Michael Schiefel, die dem hippen Schlagwort der „new conception of jazz“ eine eigene Dimension hinzuzufügen vermochte. Das dritte Album des Ensembles, „Sanctuary For Animals“, erhält 2008 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. 2011 erscheint "The Contemporary Cowboy“, das fünfte EDV-Album.

Damit nicht genug, unterhält Sönke Düwer u.a. mit Sängerin Ute Lorenzen und Giorgi Kiknadze (Bass) aus Lübeck ein leicht mit Jazz und Pop bestreutes lyrisches Songprojekt, das – noch unter dem Bandnamen Eden – 2010 die CD „A Home For You“ veröffentlicht. Und demnächst in die zweite Runde geht.

Man sieht sich.

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß