Aerodice

  1. Didgeridoo Intro
  2. Beatbox Intro
  3. Beat'n'Box'n'Didgeridoo
  4. Organic Action
  5. Hommage Du Pendulum

„We can´t get no electrisfaction, we just need more organic action!” So lautet das Motto des Lüneburger Duos/Trios Aerodice, „Organic Beats“ könnte als Genrebezeichnung herhalten. Und wird konsequent umgesetzt.

Drum´n´bass-, Goa, Techno et al, von Marius Beyer mundgeblasen auf diversen Didgeridoos und von den Humanbeatboxern Marten Würfel und Daniel Berkowski (der beim wolkenkuckucksheim-Auftritt nicht dabei war) vokal auf Trab gebracht. Musik also, die in der Regel im Reich der Knöpfchen, Bits und Clonks gesampelt, geloopt und vorproduziert wird, kommt bei Aerodice live und direkt aus dem Körper. Sämtliche Beats, Sounds, Töne und Effekte, Basslines, fingierte Voicesamples und imitierte found sounds. Umgekehrte Biokybernetik: Der lebende, atmende, pochende, sterbliche Organismus holt sich die technologisch realisierten Ideen zurück.

Und: Was die Kraft der Aerodice-Musik als solche betrifft, ist dies schon egal. Die Aerodice-Performance hat die besondere Wirkung und Faszination eines archaisch wirkenden DJ-Sets, das die Technologie überwunden hat.   Effekthascherei, um musikalische Schwachbrüstigkeit zu kaschieren, hat hier keinen Platz. Energie, Baby. Eine Wohlfühlmaschine abseits von bimmeliger Pseudo-Wellness.

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß