Armin Sengbusch

  1. Anonym
  2. Im Wasser
  3. Christine

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Autor, Musiker, Fotograf, Schauspieler, Poetry-Slammer und Familienvater Armin Sengbusch ist einer jener eher raren Leute, die vieles mit wenig Material zu tun sich trauen. Ein Selfmademan im auto-kreativen Sinne, der sich einen dreistelligen IQ ausgedacht und selbst zugeordnet hat und mit Gitarre und einer Begleitband arbeitet, den Geheimen Sinfonikern, die auch „nur“ aus einer Person bestehen, nämlich Multikeyboarder Christof Osburg. Mehr ist weniger in der Art, wie der Hamburger die Abgründe der menschlichen Seele durchmisst. Die erste eigene Musik-CD des professionellen Gitarristen, „Ich kann fühlen, dass du einsam bist“, erschien 2014. Kein Mainstream, aber Strom, im Sinne von sowohl als auch. Tiefleicht und psychisch leicht angeschlagene Gutlaune geben sich die Kanne in Sengbuschs behutsam gefeilten, dabei vollkommen unprätenziösen Liedern, die er zutreffend als „Stimmungshits zum Mitweinen, Nachdenken und Genießen“ bezeichnet. Wie „Stille“: „Es ist die Stille, die dich krank macht, / weil du vor dir selbst am meisten Angst hast. / Und niemand wird dir helfen, das weißt du sicher, / auch wenn du auf den Knien rutschend darum bittest. / Es ist dein Leben, das du ganz allein verpfuschst. / Allein der Grund, dass du nicht weißt, was du nun tun musst, / genügt schon, um dich ins Unglück zu stürzen.“

7 Bücher hat Sengbusch bisher veröffentlicht (Stand 2015), darunter der emo-verschachtelten Auftragskiller-Roman „Das Chamäleon“ (2011), gesammelte Bühnentexte („Geh doch ins Licht“, 2010) und der Lyrikband „Regentränen“ (2005). Diverse Poetry-Slam-Bühnen, die er seit 2009 betreten hat, verließ er als Sieger – Hamburger Meister, Gewinner der Highlander in Nürnberg, Lemgo, Essen sowie Bonn, Vize der Schleswig-Holstein-Meisterschaft.

Sein Pseudo-Pseudonym „Schriftstehler“, sagt Senbusch, sei einfach nur ein Name. Wie „Merkel“ oder „Sengbusch“. Apropos Glatze: Der Armin hat eine. Politische Gründe?  Sengbusch: „Ja. Ich will nicht mit Angela Merkel verwechselt werden."

Raum & Zeit

  • Buchhandlung maKULaTUR
  • Lübeck, 07.April 2015

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß