David Friedrich

  1. Glück auf
  2. Orient-Okzident-Dokument
  3. Guten Morgen liebe Welt

David Friedrich schreibt beängstigend gute Texte“, brachte Heiner Lange, Gewinner der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2009, es auf den Punkt. Ihm da zu widersprechen, fiele schwer.

Friedrich ist eine Art Hochbegabter auf dem Feld der Performance-Dichtung. Beeindruckt von Helden wie Bud Spencer, Terence Hill, Oberst Gaddafi, Mehmet Scholl oder auch Mr. Miyagi (aus dem Film „Karate Kid“), begann er bereits mit 12 Jahren, Beipackzettel zu rappen und in Gebärdensprache zu freestylen. Erste Gedichte und Rap-Poesie folgten alsbald, und schon 2006 belegte er 15-jährig den zweiten Platz eines Münchner U20-Poetry-Slams – „und vergaß danach, wieder aus der Szene auszusteigen.“ Bis 2012 hat der Wahlhamburger zwei Mal den Bunker-Slam gewonnen, ist als Zweiter aus dem Bunker-Slam-Jahresfinale 2012 hervorgegangen, hat den Nachwuchspreis für alternative Ausbeutung von Néstle (Quelle: David Friedrich) u.a. geholt.

Der 1991 in München geborene Sohn eines Diplom-Designers und einer Krankenschwester macht Eindruck, deklamiert und dekliniert sozial-, polit- und selbstkritische Themen durch, schichtet, bindet ein, rappt, philosophiert, wortspielt, schiebt Ruhe in seine Kräfte und entwickelt eine starke, kontrapompöse Bühnenpräsenz. Seine „Vorliebe für Essensmetaphern und krasse Reime“ soll nicht unerwähnt bleiben.

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß