Dirk Darmstaedter

  1. Time to put the hammer down
  2. This side of tomorrow
  3. Fred Astaire
  4. The last troubadour
  5. Beautiful love
  6. We beat the drum

Man könnte ihn als „alten Hasen“ bezeichnen, wäre dieser Begriff nicht von Mainstream-Promis wie Lindenberg, Maffay & Co. besetzt. Man könnte kaum weiter von ihnen entfernt sein als Dirk Darmstaedter es ist. Seine Songs und Stimme sind eingängig, waren es immer – als Sänger der Jeremy Days („Brand New Toy“, „Re-Invent Yourself“), die damals eine Ausnahmeerscheinung war und heute Kultstatus besitzt, wie als der Singer/Songwriter, als der Dirk seit Auflösung der Band 1996 unterwegs ist.

Darmstaedters Leben ist von Beginn an international geprägt. 1970, als 5-Jähriger, geht es mit den Eltern nach New Jersey/USA, wo er in der Grundschulblaskapelle die erste Trompete spielt. Nach Jahren wieder im heimatlichen Hamburg, gründet er zunächst die Doo-Wop-Band Jay Bee & His Jupitors, um dann als Freewheelin´ Dirk Darmstaedter Europas Straßen und Kneipen zu bespielen, bis es anno '88 zur Gründung der Jeremy Days kommt. Seither hat er die Bühnen mit Künstlern wie Paul Weller, Lloyd Cole und Brett Anderson (Suede) geteilt, ist von Burt Bacharach, Lennon/McCartney und Todd Rundgren ebenso beeinflusst wie von Bossa Nova und dem US-Countryrock der 1960er Jahre.

Unterschiedlichste Erfahrungen und Einflüsse, die bei Darmstaedter wie selbstverständlich zu einem homogenen eigenen Stil beitragen. Die Komplexität der Songs eitel in den Vordergrund zu rücken, ist seine Sache nicht, weder in den halbelektrischen Arrangements seiner Alben noch live zur solitären Akustikgitarre. Stets songdienlich auch sein Gesang, der an Prägnanz mit den Jahren noch gewonnen hat.

Auftritte im In- und Ausland spielt Dirk Darmstaedter praktisch ununterbrochen und zunehmend in übersichtlichen Formaten – etwa bei privat veranstalteten Wohnzimmer-, Hof- und WG-Konzerten. Und im wolkenkuckucksheim.

[ P.S.: Was es mit dem Pseudonym „Me & Cassity“ auf sich hat, unter dem er häufig auftritt und aufnimmt, konnte nicht ermittelt werden. ]

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli