Herr Bösel

  1. Nenene
  2. Gern so geil
  3. Wir müssen los
  4. Swap

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wolkenkuckucksheim.tv EXTRA: Alles bleibt anders. Teil 4.

September 2013. Wir wollten mal raus. Zwischendurch. Die Welt sehen. Wir kamen bis Ratekau am Lübecker Rand von Ostholstein. Immerhin. Firma SHP Primaflex, Musik und Spokenword zwischen Schläuchen jeder Art und Größe. Sondergleichen, liebes Publikum. Zuletzt but not least – nach dem fabelhaften René Möllmer, dem exzeptionellen Sebastian 23 und den einzigartigen deep strings – gab die Band Herr Bösel aus dem schleswig-holsteinischen Capital sich und uns bereits zum zweiten mal die Ehre (hier Herr Bösels erster Auftritt).

Herr Bösel ist vieles auf einmal. Trio. Oktett. Nonett. Pseudonym von Frontmann Claudius Carstens, der die Band mit DJ Lasse Denecken Karl Kopf (Plattenspieler, Sampler, Rap) und Drummer Robert Görlitz a.k.a. Robby 2012 gründete. Ein gesamtnorddeutsche Groove-Maschine mit Hauptquartier Kiel, die in Rap-Vocals und Gesangsmelodien mit akzentuierter Qualitätsdiktion fundamental was zu Meckern hat.

Elektronische und handgemachten Beats, eine gut abgehangene Rhythmusgruppe (Mario Bronco – Kontrabass, Nils Bannick – Gitarre), eine ebenso präzise wie lässige Bläsersektion (Mathias Dahm – Baritonsax, Klarinettistin Claudia Rehrmann, Carola Kistenmacher – Trompete). Dazu Frau von Stahls zuträgliche Backing-Vocals, und Claudius Carstens rückt den kleinen und großen Alltagsirrsinnen hingebungsvoll genervt auf den Leib.

Ein höchst tanztauglicher und die von selbst lustiger Mix aus Funk (New Orleans), Balkan-Bounce, Punk (Haltung I) und HipHop (Haltung II), den Berliner Reggae-/Dancehall-Abräumern von Seeed entfernt verwandt, der unterhält, ohne zu verblöden. Wo einst Fischmob unvollendeter Dinge allzu früh das Haus verließen, kochen die Bösels auf eigener Flamme weiter und schwimmen dem Mainstream mitten ins Gesicht. Aller...

Raum & Zeit

Credits

  • Moderation: Tilo Strauß
  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera & Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera & Licht: Björn Lingner & Kevin Strauß
  • Ton & Bühne: Peter Raffaelli & Henning Rades
  • Standbild: Christoffer Greiß