Jan Philipp Zymny im Interview

Jan Philipp Zymny, deutscher Poetry Slam Meister 2013, im Interview mit wolkenkuckucksheim.tv-Moderator Tilo Strauss.

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Quatsch. Unsinn. Bullshit. Übertrieben. Is doch unrealistisch. Sollndas. Albern. Derlei Jan Philipp Zymny vorzuwerfen, ist ebenso einfach wie unzureichend. Nicht, dass man groß dazu käme. Der Wuppertaler Poetry-Slammer, Musiker, Improvisatior und Live-Hörspielist pufft sein Publikum in eine befreiende Runde durch den Irrsinn, von der man, surrealistisch geläutert und leicht schwindelig, mit gut durchlüftetem Zentralnervensystem zurück kehrt.

1993 geboren, zeigte Schüler Zymny schon in Referaten, Aufsätzen und Hausaufgaben entsprechende Neigungen sowie ein spezielles soziales Bewusstsein. Etwa, als er den im Deutschen seltenen Buchstaben X öfter in einem Text unterbrachte als nötig, um ihm – dem X – auch mal ein Gefühl des Gebrauchtwerdens zu vermitteln.

2010 entdeckt Zymny den Poetry-Slam, stellt sich sofort auf die Bühne und erreicht aus dem Stand die Vorrunde der deutschsprachigen Meisterschaften. 2011, gleich nach Schoolsoutforever (a.k.a. Abitur), wird er Wuppertaler Poetry-Slam-Stadtmeister und hat seitdem – eigenen unvorsichtigen Schätzungen zufolge – über 9000 Auftritte und Lesungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Hamburg und Lübeck berlinert. Stand 2014.

Ein lebenshungriger  Abenteurer und Adrenalinist, recherchiert Zymny als Gehirnchirurg, Raketenwissenschaftler, Großwildangler und Robocop-Testperson akribisch in den kurzen, abgetragenen Mobiltelefonen seiner älteren Schwester. Er schreibt seit 2012 Bücher und wird 2013 deutscher Slammeister. Ein Fürchtenichts, der nichts mehr sein will als ein richtiger Junge, Träger des Nightwash Newcomer Talent Awards und zweimaliger Ablehner der Einladung zum RTL Comedy Grand Prix. Stand 2014.

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß