Julie Weißbach

Wenn Julie Weißbach ihre Musik als „Klassischen Soul“ bezeichnet, dann meint sie nicht etwa das Tamla-Motown-Label und KünstlerInnen wie Diana Ross oder Marvin Gaye, sondern die Verbindung von Gospel-Elementen mit Phrasierungen und Koloraturen, die der Klassik entliehen sind. Ein eigenwilliger, impressionistisch-lyrischer Mix, der mit anspruchvoller und manchmal unvorhersehbarer Klavierbegleitung zuweilen Tori Amos durch den Raum gehen lässt. „Musikalisch beeinflusst haben mich vor allem Paula Cole und Sarah McLachlan“, sagt die Lübeckerin, die auch unter den Namen Julie Danstonoreille (frz.; „Julie in deinem Ohr“) und Julie Etlesarts (frz.; „Julie und die Künste“) firmiert.

Die 1982 in Dresden geborene Künstlerin ist ein Multitalent. Vor dem Studium der Romanistik und Freien Kunst in Münster lebte sie jeweils ein Jahr in Albuqerque (USA) und Paris (F) und hat als bildende Künstlerin in Witten, Hamburg, Herne und Dresden ausgestellt. Eine lobende Erwähnung beim Arte-Animationsfilmwettbewerb 2011 sowie die 2. Preise der Konstanzer kurz.film.spiele und des Shortfilm-Slam im Filmhaus Lübeck gab es für den Film „Existence Extra Ordinaire“, für den sie auch den Soundtrack schrieb.

Eigene Lieder auf Deutsch, Englisch und Französisch schreibt Julie – ihren Namen darf man wiederum französisch, deutsch oder englisch aussprechen – seit 2000 und hat zwei Alben veröffentlicht, „Differently“ (2008) und „Music for The In-Between Moments“ (2010).

Setlist

  1. Differently
  2. Ma Vision
  3. Out of Words
  4. Summer

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Nico Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standfotos: Christoffer Greiß