Lùisa

  1. Brain
  2. Against Millions Of Clouds
  3. Nighthawks

1992 geboren, setzte sich die 8-jährige Lùisa zunächst ans Klavier, „...bis ich später merkte, dass mich das Gitarrespielen einfach noch glücklicher macht.“ Damals 15-jährig und seit einem Jahr Sängerin ihrer ersten Band, begann sie mit 16, eigene Songs zu schreiben und auf die Bühne zu bringen.

„Ich habe schon früh gemerkt, dass mich das Musikmachen am meisten erfüllt, wenn ich sie selbst schreibe, statt Noten abzuspielen“, konstatiert die Autodidaktin. „Das Songschreiben passiert wohl eher mit mir, als dass ich es bewusst tue. Ich nehme die Gitarre mit einem bestimmten Gefühl, das ich gerade empfinde, in die Hand und fange an zu spielen und zu singen. So entstehen Zeilen, die ich aufschreibe und zusammenfüge.“

Die Songs, die so entstehen, sind von dezidiert eigener Art. Getragen vom rauen, ausdrucksstarken Gesang der Wahlhamburgerin – der so gar nicht zu ihrem zarten Äußeren und der milden Sprechstimme passen will – und ihrem virtuosen, unverschulten Gitarrenspiel, folgen ihre Songs dynamisch und harmonisch konsequent ihrer gefühlten Aussage. Die übliche Liedordnung aus Strophe, Refrain und Brücke ist aufgehoben, der songübliche Zeitrahmen bleibt gewahrt. Vorbilder wie José Gonzales, Joanna Newsom oder Feist und die existenzielle Hingabe von emotional freien Radikalen wie Rickie Lee Jones oder Ani DiFranco treiben durch Lúisas energetische Kurz-Epen, ohne sie je zu binden.

Die Quadratur des Kreises. Ein Ausnahmetalent.

Raum & Zeit

  • Kulturbuchladen Makulatur
  • Lübeck, 5. Mai 2012

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Licht: Christian Kopplow
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standfotos: Christoffer Greiß