Peter Piek

  1. 天黑黑 (Ti O O)
  2. Analyse
  3. Painting A Line
  4. First Song

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Betrachtet man den Tätigkeitsradius von Peter Piek, erkennt man schnell den Vollzeitkünstler. Unabgelenkt von Üblichem, von Talenten diagonal durchwirkt, sucht er als Maler, Singer/Songwriter, Multiinstrumentalist und Performance-Künstler sein Publikum. Und es findet ihn. Aber selten Seinesgleichen

1981 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) als Peter Piechaczyk geboren, studiert Peter Piek von 2002 bis 2006 Malerei/Grafik in Leipzig. Er wird drei Mal Preisträger der Jugendkunstbiennale, hat aber bereits 2001 seine erste Einzelausstellung. Ausstellungen in u. a. Bayreuth, Plauen, Zwickau, Chomutov (CZ), Katowice (PL), Düsseldorf, Ranis (Berlin), Seattle (USA), Bern, Barcelona, Kiel and elsewhere folgten. Abschlussfrei bricht Piek das Studium als Protest gegenüber der Institution Kunsthochschule ab und veranstaltet mit der unabhängigen Künstlerinitiative Malfront Malaktionen wie Kopfbild, Fußbild, Dunkelbilder, Dunkelkammer, Zeichnen bis der Arzt kommt u.a..

2007 vertont Piek den letzten Text des bildenden Künstlers und Lyrikers Klaus Sobolewski (1962-2006), „Die kleine Prinzessin“, unter dem Titel „Peewee Princess of Dau & Deh“, in dem Musik und Malerei in progress verschmelzen und rezipiert werden. Ab 2008 (Debütalbum: „Say Hello To Peter Piek“) absolviert er zwei ausgedehnte US- und mehrere Europatourneen, mit Bands oder solo; 2012 geht es gar bis nach China. Die hohe Stimme Pieks und wie sie die pop-verbrämten, emotional substanziellen, traumig-abstrakten Folksongs des Barden scheinbar verhuscht intoniert, ist definitiv speziell. Naheliegende Vergleiche mit etwa Thom Yorke (Radiohead) oder John Butler sind durchaus relevant, reichen aber nicht sehr weit.

Piek, Co-Autor mehrerer Bücher (u. a. Das Malbuch, Die Neue Welt) spielt seit 1993 Gitarre, Klavier und Schlagzeug, war seit 1994 in verschiedenen Bands, schreibt Songs und malt seit 1995. Seit 2009 veranstaltet er Musikmalaktionen mit Publikum, darunter das Heerlen Painting Move (2009), die Halle Saale Action (2009) und den Seattle Moment Of Creation (2011).

Ein wahrer, interdisziplinärer Kreuzüber-Künstler, dessen Malerei von der Kunstwissenschaftlerin Dr. Ina Gille 2005 als „zeichnend und malend gestalteten Garten, melodisch rhythmisch strukturiert, als tanze da einer über die Leinwände, und wagt dabei sogar ein Selbstbildnis als Rockstar, Traumbild ganz ohne Ironie, offen, unverkrampft" beschrieben wurde. Die Leipziger Volkszeitung: „Der delikate Gigant mit der Teenager-Stimme, die für die Wolken singt.“

Raum & Zeit

  • Buchhandlung Makulatur
  • Lübeck, 19. September 2013

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß