Sebastian 23

  1. Der alte Alte der Neuen aus Wales
  2. Superprall
  3. Schlechte Laune hier!
  4. Identität

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wolkenkuckucksheim.tv EXTRA: Alles bleibt anders. Teil 2.

Wir wollten mal raus. Zwischendurch. Kucken, wie das ist. Groß sein. Welt sehen. In unserem Fall: Schlauchfabrik. Im September 2013 stellte sich das wolkenkuckucksheim.tv-Team, sein Equipment und eine Bühne in die Fabrikationshalle der Firma SHP Primaflex in Ratekau im Lübecker Speckgürtel. Ergebnis: Ja! 4 mal Musik bzw. Spokenword zwischen Schläuchen jeder Art und Größe. Sondergleichen, meine Damen und Herren. Der zweite – nach dem fabelhaften René Möllmer: Sebastian 23.

Zum besonderen Charme seiner Spokenword-Kunst gehört es, dem Rezipienten per Diktion, Syntax und konsensliberalistischem Plauderton subversivste Substanzen unterzujubeln, die sich immer erst im nächsten Moment als solche erklären. Wie von selbst: „Generell ist das ja eine gute Idee, Ursula von der Leyen in ein Krisengebiet zu schicken.“ Ein tückischer Virtuose. Die Subtexte sind mörderisch. Mit anderen Worten:

Eingetragen hat ihm das neben dem Vizeweltmeistertitel im Poetry Slam 2008 und dem Prix Pantheon 2010 auch dreieinhalb Bonuspunkte „ … bei einer Aral-Tankstelle in der Nähe von Büttelborn beim Erwerb eines Liters Eistee.“ TV-Auftritte (TV Total, Nightwash, Quatsch Comedy Club), Bücher und Live-Programme wie „Schwerkraft und Leichtsinn“ bzw. „Dem Schicksal ein Schnittchen schmieren“ erweitern den Ruf und die Gefolgschaft des 23, der seinen Künstlernamen einem Moderator verdankt, „ ..., weil es bei einem Slam so viele Sebastians gab“. Er ist Mitglied der Slam-Lesebühne LMBN (mit Andy Strauß, Sulaiman Masomi, Mischa-Sarim Verollet, Live-Painter Artur Fast und DJ Nachtfalke) und des Duos Erzfreunde mit Lars Ruppel.

„Ich schreibe, weil ich es muss. Ich gehe damit auf die Bühne, weil ich es kann. Die Triebfeder der Kreativität liegt im Nebel“, sagt der Kabarettist, Liedermacher und Poetry-Slammer, der seit 2002 live auf den Brettern steht, die die Spokenwelt bedeuten und in wenigen Jahren zu einem der bekanntesten Text-Performer Deutschlands avancierte. 1979 mit dem Nachnamen Rabsahl in Duisburg geboren, schreibt Sebastian schon mit 8 Jahren Geschichten und Gedichte, veröffentlicht erste Kurzgeschichten mit 11 und tritt als Jugendlicher gelegentlich mit einer Band auf. Durch einen Freund auf Poetry Slam aufmerksam geworden, probiert Sebastian es aus, infiziert sich und ist fortan dabei und unterwegs.

 „Poetry Slam ist Teil einer Epoche, die in Zukunft wohl 'Die Jahrtausendwende' oder 'Die letzten Jahre vor dem großen Krieg' heißen wird. Eben je nachdem“, sagt Sebastian 23 und ruft dem Slam-Anfänger dennoch und vor allem zu: „Erst aufhören, wenn man fertig ist. Und dann weitermachen.“

Raum & Zeit

Credits

  • Moderation: Tilo Strauß
  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera & Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera & Licht: Björn Lingner & Kevin Strauß
  • Ton & Bühne: Peter Raffaelli & Henning Rades
  • Standbild: Christoffer Greiß