Simon Glöde

  1. Walk This Road
  2. Blame It On The Boogie
  3. What Did You Expect
  4. Can't Dance / Can't Love
  5. The Best I Ever Had

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„In die Musik bin ich irgendwie reingerutscht“, meint Simon Glöde etwas lapidar, und: „Das mit den eigenen Songs hat sich auch so eingeschlichen.“ Die ganz und gar unbemühte, gewachsen anmutende Musikalität des 1993 in Nordfriesland geborenen Flensburgers scheint dies zu bestätigen; ganz ohne aktives Zutun (a.k.a. Arbeit) ging es aber doch nicht.

Da ist zunächst der Musikunterricht in der Schule – Blockflöte, Chor usw., Simon nimmt mit, was geht. Er stößt irgendwann auf Eric Clapton, der ihm „die Tür zur Gitarre“ öffnet, nimmt Gitarrenunterricht und schreibt seinen allerersten eigenen Song mit 14 Jahren: ...

... „Das 'Sauerkrautsaftlied' über den Kühlschrank meiner Mutter. Es lag mir am Herzen, der Welt mitzuteilen, was darin passiert.“

Mit 15 Jahren wechselt Simon auf ein Musikinternat in Dänemark, das er mit einer selbst produzierten Debüt-EP abschließt: „Meine ersten 7 Songs; die ersten, mit denen ich mich vor die Tür traute.“ 2012 ergreift er die Gelegenheit und absolviert ein Volontariat in den semi-legendären Electric Lady-Studios in New York. Er nutzt die Erfahrung umgehend, back in Flensburg, für die Produktion seiner zweiten EP "Blame It On The Boogie".

Glöde tritt nun sehr viel live auf, mit Band wie solo zur Akustischen, und hat sein Publikum mit kraftvoller Stimme und unprätentiösem Charisma in der Regel schnell auf seiner Seite. Dass er mit dem Titelsong seiner zweiten EP nicht über den Vor-Vorentscheid des Eurovision Song Contest 2014 hinaus kam, ist da eher eine Ausnahme. Glödes energetische, bluesig eingefärbte  Rock/Pop/Soul-Musik wirkte leicht deplaziert zwischen Neo-Folk und juveniler Kontemplation, und er nimmt's gelassen: „Die ‘Niederlage’ ist ja gar nicht schlimm“, zuckt er die Schultern. „Ich muss wohl einsehen, dass ich kein Eurovisions-Mann bin. Hehe!“

Gut so …

Raum & Zeit

  • Buchladen maKULaTUR, Lübeck
  • Lübeck, 20. Februar 2014

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß