The Fuck Hornisschen Orchestra

  1. Hoffnung 3000
  2. Teenager
  3. Hope
  4. Bahndammbrandmann
  5. Einfach alles

Massenrelevant bekannt ist The Fuck Hornisschen Orchestra alias Julius Fischer und Christian Meyer vor allem aus TV-Comedy-Formaten wie „Nightwash“, dem „Quatsch Comedy Club“ sowie als Hausband des „NDR Comedy Contest“.

Die zwei Irrwische aus Leipzig bringen schubladenresistentes Material zwischen Kabarett, Comedy, Slam-Poetry, Monty Python, Dieter Krebs und Musik auf deutschsprachige Bühnen und Tonträger, das vergeblich seinesgleichen sucht.

Spielzeug(instrumente), Ungesehenes und schwer Fassbares aus den Euro-Shops unserer schönen neuen Schrottkultur. Songs zwischen Plastikkeyboard und einer Gitarre, die „aus den Knochen von Diktatoren gedrechselt“ wurde, musikalisch konsequent unvollendet, dabei würdevoll auf eine Art, die ebenso laut ist wie sie erst mal dezent erkannt werden will. Improvisation, geprobte Texteinheiten und Lieder fließen wie in einem 4-dimensionalen Reißverschlusssystem ineinander. Ihm analytisch und in Echtzeit folgen zu wollen, verstärkt den Dada-Effekt. Ein burleskes Perpertuum mobile.

Dass die Welt schlecht sei, ist die innere Erkenntnis, die im Kern der Fuck Hornisschen fluktuiert, und dass – neben der Liebe – allein Irrsinn und Dekonstruktion Linderung versprechen. Fischer und Meyer lösen es ein. Humor ist, wenn man lacht. Auch trotzdem.

Raum & Zeit

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß