Tilman Döring

  1. Wir sind nichts als
  2. Gangsta-Poesie
  3. Schwertfisch
  4. Schreibsekret
  5. Weiter nie genug
  6. Im Falle des Falles

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Bock auf die Bühne. Auf jeden Fall. Texte, die sprachlich gewitzt, gewagt und intelligent sind. Mit tieferer Message womöglich. „Da gibt es Künstler, die kriegen diese Waage gut hin und das ist es auch, was ich anstrebe“, erklärt Tilman Döring seine Vorstellung eines guten Poetry-Slammers. Und beschreibt dabei gleich sich selbst. Wenn auch nicht ausreichend ...

Döring, 1989 als Sohn eines Schriftstellers in Leipzig geboren, ist seit 2005 auf vielen Textbühnen zu Hause. Er hat als Textperformer einen einigermaßen unverwechselbaren Stil entwickelt, dessen Diktion und Dynamik sich aus den wechselnden Schnittmengen von Spokenword und Theaterliteratur nährt. Dem Hip Hop, der, wie bei vielen Slammern, auch bei Tilman Döring ganz am Anfang stand, ist er bis heute in aktiv treu geblieben, spricht zu vorproduzierten Beats und Samples vom Handy oder Notebook.

Auf Poetry Slam stieß ihn Schriftsteller und späterer Freund Alex Dreppec (Begründer des Science Slam in der Darmstädter Centralstation); Döring war sofort angezündet: „Das ist einfach so eine Kunstform, die unglaublich direkt ist. Man hat solch eine direkte Verbindung zum Publikum, bekommt unmittelbares Feedback. Das hat mich sofort gegriffen.“

Seit 1996 lebt Döring im südhessischen Darmstadt, moderierte dort lange die Dichterschlacht und führte für die städtischen Bühnen den Osterspaziergang aus Goethes „Faust“ in einer selbst verfassten, gegenwartsrelevanten Version auf. Er moderiert den Song Slam Darmstadt und Poetry Slams in Worpswede, Obernburg Lorsch und vielerorts anderswo, ist Mitveranstalter der Lesebühne Vorsprechtermin in Darmstadt, als Gastautor bei den lettischen Literaturtagen und auch mal im TV (WDR-Poetry-Slam, Slamtour mit Kuttner) gesehen worden. Im Reclam-Bändchen „Slam Poetry für Schülerinnen und Schüler“ veröffentlichte einen Beitrag sowie 2011 sein erstes Buch, „Lass uns feiern, Malou“.

Raum & Zeit

  • Buchhandlung maKULaTUR
  • Lübeck, 20. Februarr 2014

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Kamera: Thomas Nicolaisen
  • Ton: Peter Raffaelli
  • Standbild: Christoffer Greiß