Torsten Wolff

Unter Deutschlands Slam-Poeten ist Torsten Wolff eine Ausnahme. Ruhig steht er in der gestenreichen Performance-Welt des Poetry Slam, liest und schaut, lässt Pausen wirken und macht nachdenklich, noch bevor man etwas dagegen tun konnte. Mit einer wortwitzigen Mischung aus Liebe, Sarkasmus und subversiver Sanftheit ist der Name des Geburtsberliners in einschlägigen Slam-Locations von Erlangen über Köln bis nach Halle an der Saale ein Begriff. Und in Lübeck, wo Wolff beim wolkenkuckucksheim-Auftritt u.a. mit einem speziell unspezifischen  Lebenslauf in Kurzsätzen die Luft der anderen anhielt.

Im April 2008, noch bevor es ihn nach Kiel an die Ostsee zog, begann er, bei Poetry Slams aufzutreten. Seither hat er zahlreiche davon gewonnen, war Finalist beim ersten Schleswig-Holsteiner Wettbewerb und 2010 und '11 und Teilnehmer bei der deutschsprachigen Meisterschaft GIPS (German International Poetry Slam).

Torsten Wolff spricht Texte mit Titeln wie „Deutschland wird Weltmeister“, „Am 14. März ist Weltuntergang“und „In your face, book“, die nicht für sich selbst sprechen können, aber ahnen lassen – über wahre Randgruppen und wahre  Missstände, die Kraft des Vorurteils und über Leute, die glauben, ihr ökologischer Fußabdruck wäre kleiner, weil sie im Bioladen kaufen und Müll trennen („Schuld und Grüne“). „Und übrigens, liebe Vegetarier: Nüsse sind ungeborene Bäume. Habt ihr da schon mal drüber nachgedacht?“

Torsten Wolff hat ein Hörbuch und ein Buch im Selbstverlag veröffentlicht.

Setlist

  1. Dudiedu
  2. Ich hatte sie alle
  3. Etwas ist faul in dieser Welt
  4. Ohne Worte

Credits

  • Text: Rolf Jäger
  • Kamera/Schnitt: Patrick Schwedler
  • Licht/Kamera: Christian Kopplow
  • Ton: Peter Raffaelli